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THE JAGUAR #02

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In dieser Ausgabe stellen wir mit dem E-PACE eine neue Bereicherung der Jaguar-Familie vor. Formel-1-Star Romain Grosjean spricht über seine Leidenschaft für Jaguar, während das Panasonic Jaguar Racing Team uns einen Einblick in seine Vorbereitungen fürs Rennen gewährt. Außerdem berichten wir über Drohnen-Rennen, eine relativ neue, aber rasch wachsende Sportart. Und dann machen wir noch eine aufregende Spritztour mit dem XF Sportbrake.

DIE KUNST DES LENKENS

DIE KUNST DES LENKENS Durchdrehende Räder und Sekundenentscheidungen: Die Smart Cone-Technologie fordert von jedem Fahrer ein Maximum an Konzentration. „The Art of Performance Tour 2“ mit der schwersten Rennstrecke der Welt TEXT: Chris Stokel-Walker Adam Carroll (links), Fahrer bei Panasonic Jaguar Racing, beim Test der „schwersten Rennstrecke der Welt“ 58 THE JAGUAR

THE ART OF PERFORMANCE FOTOS: © XISCO FURTHER/WWW.XISCOFURTHER.COM Man muss immer nach vorn schauen. Denn es passiert allzu schnell, dass der Blick an einem Tor kleben bleibt und man nicht früh genug mitbekommt, wo das nächste Licht aufleuchtet. Man muss immer die Kontrolle behalten.“ Adam Carroll von Panasonic Jaguar Racing kennt die Herausforderungen der schwierigsten Rennstrecken der Welt. Als professioneller Rennfahrer weiß er, wie er unter den verschiedensten Bedingungen eine heikle Kurve anfahren muss, und ahnt die Manöver seiner Konkurrenten meist weit voraus. Und doch, als er seinen feurigen F-TYPE auf die Rennstrecke von Brands Hatch im englischen Kent schickt, ist sein Blick starr auf den Parcours und die 24 weißen, 70 Zentimeter hohen Kunststoffhütchen gerichtet, auf denen jeweils ein grünes Signallicht aufleuchtet, sobald er eine Markierung passiert hat, um ihm die nächste Richtung vorzugeben. „Das Entscheidende ist, das richtige Maß zu finden“, fährt er fort. „Man darf nicht zu schnell in die Kurve gehen, aber auch nicht zu viel abbremsen.“ Er schaut nach vorn auf die nächsten Hütchen, die gerade aufleuchten, und schickt den F-TYPE in die Kurve. Mit intuitiver Präzision bremst er den Wagen gerade so viel ab, um ein Übersteuern zu vermeiden und den Zeitverlust zu minimieren. Hier ist eindeutig ein Profi am Werk – doch die Unvorhersehbarkeit des Parcours verlangt ihm höchste Konzentration ab und fordert ihn heraus, all sein Können abzurufen. Diese Rennstrecke von Brands Hatch, die derart hohe Rennanforderungen stellt, wurde speziell für die zweite Ausgabe der „The Art of Performance Tour“ konstruiert, um die Smart Cone-Technologie zu demonstrieren. Auf diese Weise sollen Konzentration und Aufmerksamkeit der Fahrer getestet und geschult werden. Das Prinzip ist denkbar einfach: Es wird ein Parcours aufgebaut, auf den bis zu 24 Hütchen, sogenannte „Smart Cones“, in ausreichendem Abstand zueinander platziert werden. Dann lässt man die Fahrer auf die Strecke los. Während des Rennens können die Hütchen in über einer Million unterschiedlichen Kombinationen aufleuchten. Das heißt, nachdem der Fahrer die erste Kurve genommen hat, muss er sofort wieder vorausschauen und darauf achten, welche Lichter als Nächstes blinken, um den Parcours mit möglichst optimalem Tempo zu absolvieren. Aufgrund der Unvorhersehbarkeit und der unendlich vielen Kombinationsmöglichkeiten hat das Jaguar Experience Team den Test „die schwerste Rennstrecke der Welt“ getauft. Die Technologie hinter Smart Cone ist dagegen alles andere als einfach. „Jedes Smart Cone-Kit enthält mehrere Elemente“, erklärt Will Garrity, Mitglied des Teams „The Art of Performance Tour“ bei Jaguar Experience. Er hat die Smart Cone-Technologie mit entwickelt und präsentiert sie nun Kunden auf der ganzen Welt. Die Technik sei, um es mit einem Wort zu sagen, „hochkompliziert“. Während die Wagen durch den Parcours fahren, wird ein GPS-Signal vom Fahrzeug an einen Laptop gesendet, der die Information mit einer speziellen Software speichert. Anschließend wird wiederum vom Laptop mithilfe eines funkgesteuerten Chips in Echtzeit ein Impuls an die Lichter der Smart Cones gesendet, wozu vermaschte Netze eingesetzt werden. Dieser Impuls sagt den Lichtern je nach Standort des Fahrzeugs auf dem Parcours, ob sie die Farbe wechseln, anoder ausgehen sollen. Auf diese Weise wird der Fahrer durch die nächste Kurve geführt. Da all diese Vorgänge in wenigen Millisekunden vor sich gehen, ist von den Fahrern höchste Aufmerksamkeit gefordert, um auf dem Smart Cone-Parcours „Man darf nicht zu schnell in die Kurve gehen, aber auch nicht zu viel abbremsen“ aus sich selbst – und natürlich auch aus den bereitgestellten energiegeladenen Jaguar Fahrzeugen – die besten Leistungen herauszuholen. Das GPS-System ist dabei ungleich präziser als die handelsüblichen Geräte, die im Straßenverkehr eingesetzt werden. Es kann den Standort des Fahrzeugs auf der Strecke auf 200 Millimeter genau bestimmen und pingt den Laptop 100 Mal pro Sekunde an. Somit wird die kleinste Änderung im Verhalten des Wagens aufgezeichnet und verarbeitet, um die Strecke in Echtzeit neu zu konfigurieren. Am Ende wird dann aus den Daten eine detailgenaue Analyse der Fahrer-Performance mit den wichtigsten Leistungskennzahlen erstellt. „Wir zeichnen drei verschiedene Datensätze auf: zurückgelegte Strecke, Genauigkeit und Zeit“, erläutert Garrity. „Aus diesen drei Parametern setzt sich dann die Gesamtbewertung zusammen.“ Das Ergebnis kann dabei immer wieder für Überraschungen sorgen, da die Fahrer nur Bestnoten erhalten, wenn sie alle bewerteten Aspekte optimal erfüllen. Professionelle Fahrer wie Carroll und sein Beifahrer Mitch Evans, die beide die Smart Cone-Technologie ausgiebig getestet haben, wissen das. Trotzdem fahren sie nicht unbedingt immer Bestzeiten, sagt Garrity, da Smart Cone niemals ein und denselben Parcours vorgibt und man somit nie wissen kann, wie die Strecke im Weiteren verlaufen wird. Insofern kann der Fahrer nur versuchen, Beschleunigen, Bremsen und Vorausschauen möglichst optimal auszutarieren, um die Challenge für sich zu entscheiden. Dadurch bieten die Rennen ein einzigartiges Erlebnis, bei dem tatsächlich jeder Fahrer die Chance hat, am Ende die beste Zeit zu fahren und den Sieg davonzutragen. „Besonders spannend ist, dass ich immer wieder Wettbewerbe im Kleinformat sehe“, sagt Garrity. „Etwa wenn bei einem Ehepaar der Mann auf Tempo und Zeit setzt und dabei die zurückgelegte Strecke und die Genauigkeit außer Acht lässt, während die Frau eher auf alle verschiedenen Aspekte achtet und am Ende dadurch womöglich die bessere Gesamtbewertung erzielt.“ In Kürze werden all diese kleinen, aber entscheidenden Unterschiede auch in einer Weltrangliste erfasst. „Wir wollen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Wettbewerbe einrichten, bei denen Smart Cone zum Einsatz kommt“, sagt Garrity. „Dann kann jeder, der möchte, an einem unserer hochmodernen Smart Cone-Parcours teilnehmen und Preise gewinnen, zum Beispiel Tickets für Formel-E-Rennen.“ Doch neben dem Anreiz eines solchen Gewinns geht es natürlich auch um den eigenen Stolz: dass man womöglich von sich selbst behaupten darf, einen Parcours einmal besser gemeistert zu haben als jeder andere auf der Welt. THE JAGUAR 59

 

JAGUAR

THE JAGUAR #04

 

Das Magazin The Jaguar würdigt die Performance unserer Fahrzeuge mit exklusiven Berichten über die Dynamik, das bestechende Design und die aufregende Spitzentechnologien der Jaguar Modelle.

In dieser Ausgabe von The Jaguar reisen wir im neuen, vollelektrischen Jaguar I-PACE* durch das wunderschöne Portugal. Dort erhalten wir von den Designern, die maßgeblich an der Gestaltung dieses wirklich außergewöhnlichen Elektrofahrzeugs beteiligt waren, interessante Einblicke in den Entwicklungsprozess. Und das Thema Innovation wird fortgeführt: Wir werfen einen ersten Blick auf den klassischen, aber doch speziellen Jaguar E-Type und erfahren etwas über die neusten Trends in den Bereichen kreative Künstliche Intelligenz und Smart Home Technologien. Interviews mit dem Formel-E Rennfahrer Nelson Piquet Jr. und mit Tennisstar Johanna Konta geben uns spannende Einblicke in die Welt des Leistungssports. Erfahren Sie echten Nervenkitzel und folgen Sie uns zur Jaguar Ice Academy, wo wir zusammen mit ein paar ungewöhnlichen Mitfahrern auf der Strecke waren.

Die Bibliothek

THE JAGUAR #04
THE JAGUAR #03
THE JAGUAR #02
THE JAGUAR #01

*Verbrauchswerte: Stromverbrauch des Jaguar I-PACE EV400 mit 294 kW (400 PS), kombiniert: 24,2-21,2 kWh/100km**; CO2-Emissionen im Fahrbetrieb, kombiniert: 0 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 692 / 2007).
Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden schon nach der Richtlinie VO(EG) 692/2008 auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ-Werte zurückgerechnet. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben auf Basis von Verbrauchs- und Emissionswerten können andere als die hier angegebenen Werte gelten. Abhängig von Fahrweise, Straßen- und Verkehrsverhältnissen sowie Fahrzeugzustand können sich in der Praxis abweichende Verbrauchswerte ergeben.
**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Rad-/Reifensatz.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Jaguar und Land Rover Vertragspartnern und bei der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.


WLTP (weltweit harmonisiertes Prüfverfahren für leichte Nutzfahrzeuge) ist das neue Prüfverfahren für Kraftstoff- und Energieverbrauch, Reichweite und Emissionen, das 2017 eingeführt wurde. Es dient dazu, realistischere Verbrauchswerte zu liefern. Die Fahrzeuge werden dabei mit Sonderausstattung und einem anspruchsvolleren Fahrprofil unter schwierigeren Testbedingungen geprüft. Die genannten Verbrauchswerte wurden in offiziellen Herstellertests nach Maßgabe der EU-Vorschriften ermittelt. Sie dienen nur Vergleichszwecken. Die tatsächlichen Werte und die allgemeinen Leistungsdaten können je nach Fahr- und Umweltbedingungen abweichen.

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