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THE JAGUAR #02

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In dieser Ausgabe stellen wir mit dem E-PACE eine neue Bereicherung der Jaguar-Familie vor. Formel-1-Star Romain Grosjean spricht über seine Leidenschaft für Jaguar, während das Panasonic Jaguar Racing Team uns einen Einblick in seine Vorbereitungen fürs Rennen gewährt. Außerdem berichten wir über Drohnen-Rennen, eine relativ neue, aber rasch wachsende Sportart. Und dann machen wir noch eine aufregende Spritztour mit dem XF Sportbrake.

The Jaguar Club FÜR DEN

The Jaguar Club FÜR DEN STILVOLLEN RENNFAHRER SYBIL LUPP Womöglich hat noch nicht jedermann die neuseeländische Rennfahrlegende Sybil Lupp auf seiner Liste. Aber ihre Karriere hat Generationen von Rennfahrerinnen inspiriert und nachhaltigen Einfluss auf den Rennsport ausgeübt TEXT: Paul Entwistle ILLUSTRATION: Anna Parini Die kleine Schafsfarm auf Neuseelands Nordinsel, auf der Sybil Audrey Marie Wellesley-Colley 1916 geboren wurde und aufwuchs, war ein ganz gewöhnlicher Bauernhof. Aber das Mädchen, das die erste neuseeländische Rennfahrerin werden sollte, war schon in jungen Jahren anders. Sie erfand sich ihre eigenen Regeln, interessierte sich wenig für Puppen und soll angeblich an ihrem vierten Geburtstag ein Teeservice zerschmettert haben, weil es „keine Räder und so weiter“ hatte. Als sie schon mit elf Jahren mit dem Auto ihres Vaters um die elterliche Farm Runden drehte, kündigte sich an, dass sie das brave Neuseeland gehörig erschüttern würde: als das Mädchen, das Autos liebt. Auf eigene Faust absolvierte Sybil einen Fernkurs als Automechanikerin und begann, Fahrzeuge zu verkaufen. Als junge Frau in einer Männerdomäne – und Männerwelt – musste sie sich eingestehen, dass die Arbeit für sie „sehr hart“ war und sie vermutlich aufgegeben hätte, wäre da nicht „ihr verdammter Stolz“ gewesen. Sie hielt durch. Und schaffte den Durchbruch. Sybil eröffnete ihren eigenen Laden, in dem sie Jaguar Fahrzeuge verkaufte und reparierte. Damit begann ihre lebenslange Liebesgeschichte mit dem weltberühmten Leaper. Sie selbst besaß 15 Jaguar Autos, darunter einen wunderschönen goldlackierten E-Type V12 (passend zu ihrer Lieblings-Abendgarderobe), einen strahlend roten XJS und einen weißen XK120, der zu ihrem Markenzeichen wurde. Sybil liebte Autos über alles. Doch knapp dahinter folgte auf dem zweiten Platz der fanatische Rennsportmechaniker Jack Lupp. Dem fiel die gewitzte, glamouröse Blondine mit den grauen Augen bei der gemeinsamen Arbeit im Autohaus auf. 1939, als gerade die ersten Ausläufer des Krieges an die neuseeländische Küste schwappten, heirateten sie. Für Sybil war es ein verhältnismäßig „ruhiger Krieg“ als Fahrerin in der New Zealand Women’s Auxiliary Air Force, doch 1945 schlug das Schicksal zu: Jack starb an einem Herzinfarkt. Zwei Jahre später verliebte sie sich in seinen Bruder Percy, ebenfalls ein Autofanatiker. Die beiden heirateten und gründeten den Otago Sports Car Club. Wie es sich gehörte, gewann Sybil das Auftaktrennen des Clubs – dem eine wahre Siegesserie folgen sollte, bei der sie, hübsch artig in einen Rennanzug gekleidet, den sie über dem Kleid trug, alle männlichen Konkurrenten hinter sich ließ. Es war ein Leben auf der Überholspur. 1961 ging ihre zweite Ehe in die Brüche. Aber ihre Jaguar Repräsentanz, die sie mit Lionel Archer, einem ehemaligen Techniker von Jaguar, gegründet hatte, lief blendend. 1969 schließlich machte Lionel ihr auf der Kühlerhaube eines Jaguars einen Antrag, und Sybil heiratete zum dritten und letzten Mal. Selbst mit dem Alter sollte sich Sybils schnelles Leben nicht beruhigen. Es nahm nur andere Wege: Mit 74 Jahren kaufte sie sich einen roten XJS mit Automatikgetriebe und Servolenkung. 1994 starb Sybil schließlich im Alter von 78 Jahren. Ein Autokorso ihres Automobilclubs begleitete sie auf ihrer letzten Reise. Mit Stil, Beredtheit, Eleganz und Rennsporttalent inspirierte sie Generationen von Rennfahrerinnen, indem sie bewies, dass eine Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen will, nicht besonders männlich sein muss. Sondern dass sie ihren Beruf als Rennfahrerin nur mit Leidenschaft betreiben und von Autos geradezu besessen sein muss. 78 THE JAGUAR

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JAGUAR MAGAZINE

 

Das Jaguar Magazin feiert die Kreativität in all seinen Facetten mit exklusiven Beiträgen für mehr Inspiration – von traumhaften Designs bis hin zu modernster Technologie.

In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Kunst der Kreativität, von den brasilianischen Meistern, die die anmutige Kampfkunst Capoeira erfanden, bis hin zu den irischen Künstlern, die neue und alte Kultur miteinander verbinden. Wir ergründen auch die kreative Verbindung zwischen viktorianischen Tapetenmustern und dem iPhone. Zudem erklärt der talentierte Schauspieler und Performer Riz Ahmed, warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, der Welt seine wahre Persönlichkeit zu offenbaren.

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