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THE JAGUAR #05

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Sehen Sie Eva Green aus einem völlig neuen Blickwinkel | Ist Ihr nächstes Taxi vielleicht schon ein selbstfahrender Jaguar I-PACE? | Was braucht es, um den Rekord auf der legendären Nordschleife zu brechen? | Für Motorsportfans: Jaguar präsentiert eine neue, elektrische Rennserie | Begrüßen Sie die brandneue XE und XF Special Edition: Der 300 Sport

AUFWENDEN, WENN MAN IHN

AUFWENDEN, WENN MAN IHN KREIEREN MÖCHTE. WIR HABEN UNS MIT DREI MENSCHEN GETROFFEN, DIE FÜR ERREGENDE MOMENTE SORGEN, UND MIT IHNEN DARÜBER GESPROCHEN, WIE VIEL ERFAHRUNG UND PENIBLE PLANUNG ES BRAUCHT, UM EINZIG- ARTIGE, ÜBERRASCHENDE ADRENALINRÄUSCHE ZU SCHAFFEN D I E NERVEN- KITZLER DER NERVENKITZEL GEHÖRT ZU DEN STÄRKSTEN GEFÜHLEN, DIE WIR ERLEBEN KÖNNEN. ABER WÄHREND EIN SOLCHER MOMENT SCHNELL UND UNERWARTET KOMMEN KANN, MUSS MAN OFT VIEL ARBEIT UND ÜBERLEGUNG STORY: Geoff Poulton FOTOS: Roderick Aichinger 58 THE JAGUAR

HERMANN TILKE ENTWICKLER VON FORMEL-1-STRECKEN Als Hermann Tilke 18 Jahre alt war, hat er sich das Auto seiner Mutter ausgeliehen. Aber er wollte damit nicht zu einem Freund oder ins Kino. „Ich habe einen Überrollkäfig reingepflanzt und bin damit Querfeldeinrennen gefahren“, sagt er. „Als das herauskam, fand sie’s nicht so lustig!“ Ein bescheidener Anfang für einen Mann, der heute eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Motorsport ist. Zwar hat Tilke es als Fahrer nicht bis ganz an die Spitze geschafft – „ich war ein guter Amateur, für den Profibereich hat es aber nicht gereicht“ –, doch ist er der unbestrittene König in der Entwicklung von Rennstrecken. Über 75 Pisten stammen von ihm, fast alle Strecken der derzeitigen Formel 1 wurden von dem Deutschen und seinem Team von Tilke Engineers & Architects konzipiert oder modifiziert. „Ab und zu hat Bernie Ecclestone noch eine Idee beigesteuert“, fügt er lächelnd hinzu. Dass Tilke seine Leidenschaft für den Motorsport mit seinem Interesse für Design und Bauwesen kombinieren konnte, sei reiner Zufall gewesen. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Bauingenieur: „Ein guter Job, aber ich hatte zu wenig Zeit, um Rennen zu fahren.“ Also kündigte Tilke und gründete seine eigene Beratungsfirma. „Ich hatte Kontakte zum Nürburgring, dort habe ich meinen ersten Vertrag unterzeichnet – eine 20 Meter lange Anliegerstraße. Wer hätte gedacht, dass ich es so weit bringen würde?“, sagt er und lässt den Blick durch sein Büro schweifen, über die 3D-Modelle neuer Rennstrecken und die Fotos von Pisten in Texas oder Malaysia. Jedes neue Projekt beginnt mit einer Besichtigung des Standorts, um bestimmte Faktoren wie Topografie, Klima oder Bodenqualität zu bewerten. Wenn Tilke mit seinem Team von Desig- nern, Ingenieuren und Architekten dann die ersten Skizzen entwirft, geschieht das nicht auf einem weißen Blatt; geografische Beschränkungen und Sicherheitsbestimmungen geben ihm einen festen Rahmen. „Ich mag Steigungen. Wenn eine Kurve einen Hügel hinaufführt, ist das Fahrverhalten völlig anders als auf einer flachen Strecke. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten ist sie dann sehr schwer zu fahren. Aber wir müssen immer mit dem arbeiten, was da ist.“ In seinem Entwurf, der oft schon ein Konzept für die gesamte Infrastruktur von der Haupttribüne bis zu den Restaurants beinhaltet, zeichnet Tilke eine große Sportarena. Von den ersten Skizzen bis zum ersten Rennen dauert es für gewöhnlich etwa drei Jahre. „Die Strecke sollte für die Fahrer eine größtmögliche Herausforderung sein und für die Zuschauer ein echter Nervenkitzel“, sagt er. Kurve 8 im Istanbul Park Circuit, den Tilke entworfen hat, gilt als eine der aufregendsten Kurven über haupt. Sie besteht aus drei Geraden ohne Übergangsbögen, die mit 230 km/h in acht Sekunden durchfahren werden. In Kurve 1 seines Circuit of the Americas gab es seit der Einweihung 2012 spektakuläre Überholmanöver zu sehen. Aber Tilke hat auch Kritiker. Einige Formel-1-Experten und auch Fans haben seine Strecken als langweilig abqualifiziert, da Fehler oft durch großzügige Auslaufzonen wieder ausgebügelt werden können. „Wir sind nicht mehr in den 1960er Jahren“, erwidert er auf diese Kritik. „Die Sicherheitsbestimmungen sind heute viel strenger. Man kann keine Barrieren neben der Straße auf stellen. Und die Pisten sind nicht nur für die Formel 1 gedacht – was ist mit den Motorradfahrern? Was für einen Wagen sicher ist, ist es nicht unbedingt für ein Motorrad.“ Für ihn sei besonders wichtig, dass sich die Branche weiterentwickle. „Sehen Sie sich die Formel E an – gut, die Wagen klingen anders. Na und? Ein Autorennen ist ein Autorennen. Das Einzige, was zählt, ist, maximales Tempo zu erreichen.“ Tilke selbst fuhr bis vor zehn Jahren noch Wettbewerbe, darunter ein 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Inzwischen ist er 63 und jagt nicht mehr ganz so verbissen den hohen Geschwindigkeiten nach, dafür hat sein Sohn Carsten, der auch Partner in seinem Unternehmen ist, den Staffelstab übernommen. „Einmal haben wir beide an einem Vier-Stunden-Rennen in Moskau teilgenommen; er war schneller als ich. Ihm zuzusehen ist für mich der allergrößte Nervenkitzel.“ THE JAGUAR 59

 

JAGUAR

JAGUAR MAGAZINE #07

 

Die aktuelle Ausgabe stellt einige inspirierende Menschen vor: von Luke Jennings, dem Erschaffer von Villanelle, einer der interessantesten Fernsehfiguren der letzten Zeit, bis hin zu Marcus Du Sautoy, der darüber nachdenkt, ob künstliche Intelligenz kurz davor steht, kreativ zu werden. Draußen auf der Straße begeben wir uns in die USA, um den Feinschmeckerhimmel von Portland in einem Jaguar I-PACE* kennen zu lernen, außerdem lassen wir uns von einem Jaguar XE in den Süden Frankreichs bringen, um die bezaubernde Stadt Arles aus der Sicht eines Fotografen zu erleben, und vieles mehr.

Die Bibliothek

JAGUAR MAGAZINE #07
THE JAGUAR #06
THE JAGUAR #05
THE JAGUAR #04
THE JAGUAR #03
THE JAGUAR #02
THE JAGUAR #01

*Verbrauchswerte:
Jaguar I-PACE EV400 Aut. 294 kW (400 PS): Stromverbrauch in kWh/100km: 24,8–22,0 (komb.); CO2-Emissionen im Fahrbetrieb in g/km: 0 (komb.); CO2-Effizienzklasse: A+. Abb. zeigt Sonderausstattung.

Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden schon nach der Richtlinie VO(EG) 692/2008 auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ-Werte zurückgerechnet. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben auf Basis von Verbrauchs- und Emissionswerten können andere als die hier angegebenen Werte gelten. Abhängig von Fahrweise, Straßen- und Verkehrsverhältnissen sowie Fahrzeugzustand können sich in der Praxis abweichende Verbrauchswerte ergeben.
**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Rad-/Reifensatz.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Jaguar und Land Rover Vertragspartnern und bei der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.


WLTP (weltweit harmonisiertes Prüfverfahren für leichte Nutzfahrzeuge) ist das neue Prüfverfahren für Kraftstoff- und Energieverbrauch, Reichweite und Emissionen, das 2017 eingeführt wurde. Es dient dazu, realistischere Verbrauchswerte zu liefern. Die Fahrzeuge werden dabei mit Sonderausstattung und einem anspruchsvolleren Fahrprofil unter schwierigeren Testbedingungen geprüft. Die genannten Verbrauchswerte wurden in offiziellen Herstellertests nach Maßgabe der EU-Vorschriften ermittelt. Sie dienen nur Vergleichszwecken. Die tatsächlichen Werte und die allgemeinen Leistungsdaten können je nach Fahr- und Umweltbedingungen abweichen.

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