Aufrufe
vor 1 Jahr

THE JAGUAR #05

  • Text
  • Jaguar
  • Kraftstoffverbrauch
  • Stromverbrauch
  • Rover
  • Offiziellen
  • Leitfaden
  • Personenkraftwagen
  • Angaben
  • Angegebenen
  • Deutschland
Sehen Sie Eva Green aus einem völlig neuen Blickwinkel | Ist Ihr nächstes Taxi vielleicht schon ein selbstfahrender Jaguar I-PACE? | Was braucht es, um den Rekord auf der legendären Nordschleife zu brechen? | Für Motorsportfans: Jaguar präsentiert eine neue, elektrische Rennserie | Begrüßen Sie die brandneue XE und XF Special Edition: Der 300 Sport

INNOVATION „ ICH LERNE

INNOVATION „ ICH LERNE DIE BERGE IMMER BESSER KENNEN. JE MEHR ICH ÜBER SIE WEISS, UMSO BESSER WEISS ICH, WAS ICH NICHT TUN DARF“ 62 THE JAGUAR

BERNHARD RUSSI ENTWICKLER VON SKIPISTEN ILLUSTRATIONEN: MATHIS REKOWSKI Ein Abfahrtsskiläufer von Weltrang kann eine Geschwindigkeit von über 150 km/h erreichen – schneller als das Tempolimit in den allermeisten Ländern. „Aber Schnelligkeit ist nicht alles“, sagt Bernhard Russi. „Eine gute Strecke führt nicht einfach nur geradewegs nach unten. Sie braucht weite Kurven, 50-Meter- Sprünge. Ich will, dass der beste Fahrer gewinnt, aber ich will auch, dass die Zuschauer ihren Spaß haben.“ In den 1970er Jahren war Russi Olympiasieger und Abfahrtsweltmeister, heute ist er ein vielgefragter Entwickler von Ski pisten. Seit 1988 verantwortet der Schweizer mit einer einzigen Ausnahme alle olympischen Abfahrtspisten. Seine Face de Bellevarde in Val d’Isère wird von vielen Experten als Wendepunkt im Abfahrtslauf angesehen, da sich der Sport hier von einem geradlinigen Geschwindigkeitsrausch in ein technisch anspruchsvolles und zuschauerfreundliches Ereignis verwandelte. Jean-Claude Killy, ehemaliger Olympiasieger und Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee, nannte ihn einmal den „Picasso des Skisports“. Russi selbst sagt, das Entwerfen von Skipisten habe ihn als Beruf eigentlich nie gereizt, aber als Skifahrer war er bekannt für seine Kritik an Pisten, die ihm nicht genügend Herausforderungen boten. Anfang der 1980er Jahre, kurz nachdem er sich aus dem Sport zurückgezogen hatte, wurde Russi vom internationalen Skiverband gebeten, nach Calgary zu fahren und sich den Standort für die Olympischen Spiele 1988 anzusehen. „Als ich mit meinem Bericht zurückkam, sagte ich: ‚Der Berg ist okay, aber …‘ Dieses ‚aber‘ hat mir dann meinen neuen Beruf eingebracht“, sagt er. Das Skifahren liegt Russi im Blut. Der Sohn eines Skifahrers wuchs in Andermatt auf, einer Stadt in den Schweizer Bergen, „wo jeder Ski fuhr, sobald er laufen konnte“. Obwohl er schon als Jugendlicher sehr erfolgreich war, absolvierte er auf Drängen seines Vaters zunächst eine Lehre als Hochbauzeichner, bevor er sich ganz auf den Sport konzentrierte. Doch seine noch junge Karriere bekam früh einen schlimmen Dämpfer. Als sich Russi als junger Profi etwas Geld dazuverdienen wollte und sich als Stuntman für den James Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät verdingte, verunglückte er und brach sich einen Wirbel. Er musste sechs Monate pausieren, wonach er aber sensationellerweise bei seinem Comeback 1970 die Welt meisterschaft gewann, im Alter von nur 22 Jahren. 1972 errang er bei Olympia und Weltmeisterschaft Gold, 1976 Silber, ehe er mit 30 Jahren seine Karriere beendete. Er arbeitete zunächst im Bereich Medien, ehe er seine Nische fand und Skipisten entwickelte. Wenn er gebeten wird, eine Strecke zu entwerfen, sieht er sich zunächst Karten des Gebietes an, um einen möglichen Standort auszusuchen, den er sich dann genauer anschaut. „Ich laufe einfach herum und markiere mit verschiedenfarbigem Band Linien, die den Berg hinabführen. Oft braucht es mehrere Besichtigungen, aber irgendwann habe ich dann die eine perfekte Linie gefunden, die sich meist aus mehreren abgegangenen Linien zusammensetzt. Dann beginnen wir die Piste zu bauen. Ich lerne die Berge immer besser kennen. Je mehr ich über sie weiß, umso besser weiß ich, was ich nicht tun darf. Es ist die Natur, und ich baue keine Autobahnen. Mein Ziel ist es, so wenig wie möglich zu verändern.“ Hat Russi seinen Entwurf auf Papier und am Bildschirm fertiggestellt, kann der Bau beginnen, was mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Er besucht den Standort zehn bis zwanzig Mal, um die Fortschritte zu überprüfen und gegebenenfalls noch Anpassungen vorzunehmen. „Am Ende probiere ich die Piste dann selbst aus. Aber ich fahre kein Rennen mehr“, sagt er. „Die Zeiten sind vorbei!“ Das überlässt er lieber seinem Assistenten Didier Défago, einem ehemaligen Olympiasieger, der 2015 seine Karriere beendet hat. Lust auf Nervenkitzel hat Russi aber immer noch. Selbst mit 70 Jahren zieht es ihn immer noch regelmäßig als Freikletterer in die Berge rund um Andermatt. „Beim Klettern hat man weniger diese kurzen, intensiven Adrenalinschübe, aber es ist trotzdem auch ein Nervenkitzel. Manchmal muss man an seine Grenzen gehen, genau wie beim Skifahren. Das treibt mich an.“ THE JAGUAR 63

 

JAGUAR

JAGUAR MAGAZINE #07

 

Die aktuelle Ausgabe stellt einige inspirierende Menschen vor: von Luke Jennings, dem Erschaffer von Villanelle, einer der interessantesten Fernsehfiguren der letzten Zeit, bis hin zu Marcus Du Sautoy, der darüber nachdenkt, ob künstliche Intelligenz kurz davor steht, kreativ zu werden. Draußen auf der Straße begeben wir uns in die USA, um den Feinschmeckerhimmel von Portland in einem Jaguar I-PACE* kennen zu lernen, außerdem lassen wir uns von einem Jaguar XE in den Süden Frankreichs bringen, um die bezaubernde Stadt Arles aus der Sicht eines Fotografen zu erleben, und vieles mehr.

Die Bibliothek

JAGUAR MAGAZINE #07
THE JAGUAR #06
THE JAGUAR #05
THE JAGUAR #04
THE JAGUAR #03
THE JAGUAR #02
THE JAGUAR #01

*Verbrauchswerte:
Jaguar I-PACE EV400 Aut. 294 kW (400 PS): Stromverbrauch in kWh/100km: 24,8–22,0 (komb.); CO2-Emissionen im Fahrbetrieb in g/km: 0 (komb.); CO2-Effizienzklasse: A+. Abb. zeigt Sonderausstattung.

Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden schon nach der Richtlinie VO(EG) 692/2008 auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ-Werte zurückgerechnet. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben auf Basis von Verbrauchs- und Emissionswerten können andere als die hier angegebenen Werte gelten. Abhängig von Fahrweise, Straßen- und Verkehrsverhältnissen sowie Fahrzeugzustand können sich in der Praxis abweichende Verbrauchswerte ergeben.
**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Rad-/Reifensatz.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Jaguar und Land Rover Vertragspartnern und bei der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.


WLTP (weltweit harmonisiertes Prüfverfahren für leichte Nutzfahrzeuge) ist das neue Prüfverfahren für Kraftstoff- und Energieverbrauch, Reichweite und Emissionen, das 2017 eingeführt wurde. Es dient dazu, realistischere Verbrauchswerte zu liefern. Die Fahrzeuge werden dabei mit Sonderausstattung und einem anspruchsvolleren Fahrprofil unter schwierigeren Testbedingungen geprüft. Die genannten Verbrauchswerte wurden in offiziellen Herstellertests nach Maßgabe der EU-Vorschriften ermittelt. Sie dienen nur Vergleichszwecken. Die tatsächlichen Werte und die allgemeinen Leistungsdaten können je nach Fahr- und Umweltbedingungen abweichen.

Diese Webseite wurde mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Trotzdem kann keine Gewähr für die Fehlerfreiheit und Genauigkeit der enthaltenen Informationen übernommen werden. Jegliche Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Benutzung dieser Webseite entstehen, wird ausgeschlossen, soweit diese nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.

Jaguar Land Rover Limited: Registered Office: Abbey Road, Whitley, Coventry CV3 4LF Registered in England No: 167207