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THE JAGUAR #03

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Die letzte Ausgabe 03 von The Jaguar stellt den jüngsten Familienzuwachs vor: den neuen E-PACE, unseren sportlichen Kompakt-SUV, der alle Blicke auf sich zieht. Wir berichten, wie unsere Sportwagen von jeher auf Rennstrecken getestet wurden und dort neue Rekorde aufstellten – von historischen Triumphen in Le Mans über den Test des außergewöhnlichen XE SV Projekt 8 auf dem Nürburgring bis hin zu den Jaguar-Erfolgen bei den FIA-Formel-E-Meisterschaften. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr: Ab 2020 wird jeder neue Jaguar mit Elektro-Antrieb ausgestattet sein.

MACH 2 Der Start einer

MACH 2 Der Start einer Concorde war ein Fest für die Sinne. Sie besaß die Power eines Militärjets und war gleichzeitig grazil wie ein Schwan. Jeder Flug war etwas ganz Besonderes. Unten: Die Instrumente eines modernen Cockpits sind schon eine ganze Weile Produkte des digitalen Zeitalters, aber wenn man „Mach 2+“ auf einer Anzeige liest, läuft einem doch ein Schauer über den Rücken denn die Flugzeit von New York nach London beträgt wie schon seit langem siebeneinhalb Stunden. Die Concorde brauchte für die gleiche Strecke nur dreieinhalb. Zwar kann man in der Business Class und First Class in großräumigen Jets bequemer reisen, aber eben nicht schneller. Das in Denver ansässige Start-up-Unternehmen Boom Technology will dort anknüpfen, wo die Concorde aufhörte. Mit einem Etat von 33 Millionen Dollar will es noch vor Ende 2017 ein Demonstrationsmodell mit dem kryptischen Namen XB-1 im Flug testen. Boom plant den Bau eines Überschallflugzeugs für 40 und mehr Passagiere. Dieses soll eine Geschwindigkeit von 1.450 Meilen (2.334 km) pro Stunde erreichen und die Flugzeit für die Strecke New York – London auf Concorde-Standard (3 ½ Stunden) verkürzen. Aber während ein Ticket für einen Flug auf der anglo-französischen Ikone bis zu $ 20.000 kosten konnte, soll man angeblich für einen Hin- und Rückflug auf der neuen Überschallmaschine nur $ 5.000 zahlen. Das sagt jedenfalls Blake Scholl, Gründer und CEO von Boom. Scholl ist kein typischer Pionier der Luftfahrt. Er hat früher bei Amazon.com gearbeitet und war dort als Programmierer reich geworden. Außerdem besaß er einen Pilotenschein für Privatjets und den Drang des Start-up-Unternehmers, einen bestimmten Bereich gründlich aufzumischen. Bald war er zu der Ansicht gekommen, dass erschwingliche Überschallflüge technisch möglich und wirtschaftlich lohnend sein würden. „Ich fing damit an, weil ich selbst nie mit Concorde geflogen war. Ich habe dann auf neue Überschallflieger gewartet, aber die kamen einfach nicht. Also musste ich es selbst machen.“ Die großen Geldgeber – vor allem die vom Silicon Valley – meldeten sich bald, aber einer aus der Ferne stellte alle in den Schatten. Richard Branson, der Besitzer der Virgin-Group, hatte selbst ein eigenes Raumfahrtunternehmen – Virgin Galactic – gegründet. Er war so beeindruckt von Scholls Plänen, dass er eine Option für den Kauf von zehn Überschalljets erwarb. „Ich war schon immer an Innovation der Luftfahrt und der Entwicklung von superschnellen kommerziellen Flügen interessiert. Deshalb habe ich mich sofort entschlossen, mit Boom zusammenzuarbeiten. Das war ganz natürlich, weil Virgin Galactic ja ähnliche Ziele verfolgt.“ Blake Scholl hatte also ein Projekt und auch die Finanzierung dazu, aber er brauchte Fachleute, um den Prototypen des XB-1 zu bauen. Also versammelte er ein aus elf Leuten bestehendes Team mit erwiesener Raumfahrt- und Flugzeug bau- Erfahrung. Sie kamen von NASA, Pratt and Whitney, General Electric, Lockheed Martin und SpaceX. Sechs Männer haben Pilotenscheine; andere hatten speziell am Design und Bau leistungsstarker Flugzeuge und Düsentriebwerke mitgearbeitet. Einer der Gründe, warum jetzt die Zeit für einen Neustart von Überschallflügen reif ist, liegt in der Technologie. Es ist zehn Jahre her, seit man die Concorde aus dem Verkehr zog, und die Mängel, die dazu führten, mussten erst erkannt und behoben werden. So verwendet man heute Kohlefaser-Verbundwerkstoffe für die Außenhaut des Flugzeugs, die bei der Concorde aus schwererem Aluminium bestand. Und bei der Concorde gab es noch keine moderne Computersimulation, die heute das Design wesentlich beschleunigt, da man nicht mehr auf teure Testflüge im Windtunnel angewiesen ist. Außerdem wäre ein heutiger Überschalljet ruhiger – dank effizienterer Zellen und der Tatsache, dass die Triebwerke zur Erreichung der Überschallgeschwindigkeit keine Nachbrenner mehr benötigen. Laut Scholl und Team gibt es bereits serienmäßige Turbofan- Triebwerke, die entsprechend modifiziert werden können. Scholl hat einen ehrgeizigen Zeitplan für einen ersten kommerziellen Überschall-Flug. Der soll 20 Jahre nach dem letzten Linienflug der Concorde stattfinden. Wenn es nach ihm ginge, sollte es möglich sein, in fünf Stunden von Los Angeles nach Sydney zu fliegen statt wie bisher in 15. Für Scholl, den Visionär, ist selbst dieses hoch gegriffene Ziel noch nicht hoch genug. Aber es ist eigentlich ganz einfach: „Ich möchte in einer Welt leben, in der man überall in fünf Stunden für $ 100 hinkommt. Das wird noch ein paar Jahrzehnte dauern, aber wir werden es schaffen.“ Das wäre nun wirklich Überschall pur. FOTOS: PETER MARLOW / MAGNUM PHOTOS / AGENTUR FOCUS, DDP IMAGES, PR (2) 68 THE JAGUAR

„ ICH MÖCHTE IN EINER WELT LEBEN, IN DER MAN ÜBERALL IN FÜNF STUNDEN FÜR $ 100 HINKOMMT“ Oben: Der XB-1 Prototyp weist schon viele Merkmale des endgültigen Flugzeugs auf. Links: Kohlefaser-Verbundwerkstoffe für die Außenhaut senken nicht nur das Gewicht, sondern verringern auch den Geräuschpegel und gestatten den Einbau größerer Fenster THE JAGUAR 69

 

JAGUAR

THE JAGUAR #04

 

Das Magazin The Jaguar würdigt die Performance unserer Fahrzeuge mit exklusiven Berichten über die Dynamik, das bestechende Design und die aufregende Spitzentechnologien der Jaguar Modelle.

In dieser Ausgabe von The Jaguar reisen wir im neuen, vollelektrischen Jaguar I-PACE* durch das wunderschöne Portugal. Dort erhalten wir von den Designern, die maßgeblich an der Gestaltung dieses wirklich außergewöhnlichen Elektrofahrzeugs beteiligt waren, interessante Einblicke in den Entwicklungsprozess. Und das Thema Innovation wird fortgeführt: Wir werfen einen ersten Blick auf den klassischen, aber doch speziellen Jaguar E-Type und erfahren etwas über die neusten Trends in den Bereichen kreative Künstliche Intelligenz und Smart Home Technologien. Interviews mit dem Formel-E Rennfahrer Nelson Piquet Jr. und mit Tennisstar Johanna Konta geben uns spannende Einblicke in die Welt des Leistungssports. Erfahren Sie echten Nervenkitzel und folgen Sie uns zur Jaguar Ice Academy, wo wir zusammen mit ein paar ungewöhnlichen Mitfahrern auf der Strecke waren.

Die Bibliothek

THE JAGUAR #04
THE JAGUAR #03
THE JAGUAR #02
THE JAGUAR #01

* Stromverbrauch Jaguar I-PACE im kombinierten Testzyklus (WLTP): I-PACE EV400: 24,2 kWh/100 km, CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus (WLTP): I-PACE EV400: 0 g/km.

Die Verbrauchswerte wurden nach der Verordnung (EU) 2017/1151 zur Ergänzung der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 ermittelt. Abhängig von Fahrweise, Straßen- und Verkehrsverhältnissen sowie Fahrzeugzustand können sich in der Praxis abweichende Verbrauchswerte ergeben. Weitere Informationen zum offiziellen Verbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Jaguar Vertragshändlern und bei der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.


WLTP (weltweit harmonisiertes Prüfverfahren für leichte Nutzfahrzeuge) ist das neue Prüfverfahren für Kraftstoff- und Energieverbrauch, Reichweite und Emissionen, das 2017 eingeführt wurde. Es dient dazu, realistischere Verbrauchswerte zu liefern. Die Fahrzeuge werden dabei mit Sonderausstattung und einem anspruchsvolleren Fahrprofil unter schwierigeren Testbedingungen geprüft. Die genannten Verbrauchswerte wurden in offiziellen Herstellertests nach Maßgabe der EU-Vorschriften ermittelt. Sie dienen nur Vergleichszwecken. Die tatsächlichen Werte und die allgemeinen Leistungsdaten können je nach Fahr- und Umweltbedingungen abweichen.

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